Die Shownotes zum Podcast

 

„Ich bin total überfordert, ich glaube ich weiß gar nichts mehr.“

Diese Aussage wiegt umso schwerer als sie von einer langjährigen, motivierten und leistungsstarken Mitarbeiterin stammt.

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor und Sie waren auch schon einmal in einer vergleichbaren Situation. Jedenfalls können Sie keinesfalls sicher sein, dass es Ihren Mitarbeitern nicht ähnlich geht.

In diesem Podcast haben wir diesen Fall aus der Praxis geknetet, also von verschiedenen Seiten beleuchtet und hatten einige Erkenntnisse, die möglicherweise auf viele Führungskräfte und Mitarbeiter übertragen werden können.

In der Vergangenheit wussten wir wie es geht….

Wir alle sind in einer Wissensgesellschaft groß geworden und haben die Erfahrung gemacht, dass wir mit unserem Wissen sämtliche Aufgaben gut erledigen können.

Auch wenn unsere Tätigkeit in der Vergangenheit durchaus kompliziert war, so waren uns doch die Kausalzusammenhänge klar. Wir wussten um Ursache-Wirkungsbeziehungen und konnten so die Dinge beherrschen und bis zu einem gewissen Grad gut vorhersehen. Prozesse und Regeln gaben Sicherheit und das Gefühl, die Geschehnisse steuern zu können.

….und jetzt erleben wir Situationen, die neu sind und uns überfordern.

Die Anforderungen an unsere Arbeit ändern sich. Ständig werden wir mit Situationen konfrontiert, die neu sind und die uns überraschen. Komplexität und Dynamik nehmen zu, irgendwie scheint alles mit allem zusammenzuhängen und sich auch noch ständig zu ändern. Das Gefühl, die Dinge zu beherrschen oder vorherzusehen schwindet.

Wir stellen fest, niemand weiß wie es genau geht und es gibt auch kein Wissen auf das wir zurückgreifen könnten.

Wir wissen es also nicht, weil wir zu blöd sind oder weil wir uns nicht genügend angestrengt haben, wir sind überfordert, weil es schlicht und ergreifend gar kein Wissen für diese Situation gibt.

Was wir jetzt tun können:

  • Erkennen, dass sich die Welt ändert und wir in manchen Situationen mit Regeln und Prozessen nicht mehr weiterkommen und uns an Prinzipien und Werten orientieren.
  • Akzeptieren, dass es für bestimmte neue Situationen kein Wissen gibt und uns auf unser Können fokussieren.
  • In neuen Situationen Dinge einfach mal ausprobieren und ein Scheitern nicht als Fehler, sondern als Irrtum bewerten.
  • Uns vor Augen führen was wir können und uns auf unsere Kompetenzen besinnen.
  • Auf die Potentiale unserer Kollegen zurückgreifen und verstärkt auf Teamarbeit setzen.

Und natürlich ist es wichtig, diese Erkenntnisse mit unseren Mitarbeitern teilen. Sensibel sein für die Befindlichkeiten unserer Mitarbeiter und sie dabei unterstützen, die veränderten Anforderungen zu meistern. Hilfreich ist, sich gemeinsam Klarheit darüber zu verschaffen, welche Bereiche noch mit Wissen zu lösen sind und welche Bereiche eben nicht.

Es ist die Aufgabe von Führungskräften, unseren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu ermöglichen, in dem diese ihr Mindset, ihre Haltung zu den täglichen Arbeitsanforderungen verändern können.

Es geht darum, weniger zu managen und mehr zu führen.

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