A tension please…. So gehst Du konstruktiv mit Spannungen im Unternehmen um

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Die Shownotes zum Podcast

 

Das kennen wir alle irgendwie: 

  • Wir haben eine Idee, wie wir etwas besser machen könnten. 
  • Wir ärgern uns über irgendwas. 
  • Nach einer Begegnung bleibt ein dumpfes Gefühl zurück. 
  • Ein bestimmtes Vorkommnis geht uns nicht mehr aus dem Kopf. 
  • Jemand beklagt sich dauernd über eine bestimmte Situation oder Person. 
  • Bei bestimmten ähnlichen Situationen haben wir Lust auf einen Kaffee oder ein Stück Schokolade oder eine Zigarette. 

Dies alles sind Anzeichen von Spannungen. Es gibt eine Lücke zwischen dem was ist und dem was sein könnte.  

Oft drücken wir diese Emotionen einfach weg, entweder weil jetzt keine Zeit dafür ist oder weil wir uns nicht damit auseinandersetzen möchten. Manchmal steigern wir uns aber auch hinein und regen uns (gerne auch mit anderen Menschen) furchtbar auf. Egal was wir tun, zurück bleibt ein ungutes Gefühl.  

Das muss aber nicht so sein. Ein konstruktiver Umgang mit Spannungen legt die in diesen Spannungen steckende Energie frei und eröffnet Impulse für Veränderungen 

Die Transformation einer emotionalen Spannung in eine kreative Spannung gelingt in 3 Schritten: 

 1. Spannungen festhalten 

Immer wenn eine Spannung in Form eines unguten Gefühls auftaucht, wird diese notiert, z.B. auf einem Post-It. Damit ist sie „aus dem Kopf“ und bindet keine Energie mehr. 

2. Spannungen sortieren 

Anschließend gilt es zu untersuchen, in welchem Raum sich die Spannung befindet, denn nur dort sollte sie auch bearbeitet werden. 

Wir unterscheiden 4 Räume: 

Im individuellen Raum treten Spannungen auf , wenn unsere persönlichen Werte nicht beachtet werden. Es geht um unsere individuellen Emotionen und Befindlichkeiten. 

Im operativen Raum geht es um Arbeitsinhalte, den Austausch von Informationen, das Verteilen bzw. Abarbeiten von Aufgaben.  

Die im Prozess-Raum auftretenden Spannungen betreffen das Arbeiten an der Organisation, wie z.B. das Schaffen von Strukturen und Arbeitsabläufen. Auch die Definition von Rollen und deren Veränderung sowie Teamregeln können hier für Spannungen verantwortlich sein.  

Im Team-Raum findet die Zusammenarbeit von mehreren Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Haltungen statt. Spannungen verursacht durch Missverständnisse bis hin zu Konflikten sind keine Seltenheit. 

3. Spannungen bearbeiten 

Das Zuordnen der Spannung in eine bestimmten Raum bringt Klarheit über die Ursachen und macht deutlich, welche Strategie nun notwendig ist. Oft ist es lediglich eine Information oder eine inhaltliche Unterstützung, die die Spannung auflöst. Manchmal wird aber auch klar, dass bestimmte Regeln verändert werden müssen oder ein klärendes Gespräch notwendig ist. 

Auch wenn es auf den ersten Blick recht einfach aussieht, ist insbesondere das Sortieren einer Spannung gelegentlich nicht ganz leicht. 

Wenn ich einen wichtiges Telefonat mit einem Kunden schon seit Tagen vor mir her schiebe, dann habe ich ein „ungutes“ Gefühl, also eine Spannung. Statt diese wegzudrücken, mache ich mir dies nun im 1. Schritt bewusst, ich halte sie fest. Beim Sortieren der Spannung in einen der 4 Räume ist ein Sparringspartner hilfreich. Gemeinsam überlegen wir mögliche Gründe: 

  • Ich kann den Kunden nicht leiden. (Individueller Raum). 
  • Mir fehlen Informationen, um souverän zu kommunizieren. (Operativer Raum) 
  • Eigentlich bin ich für diesen Kunden gar nicht zuständig (Prozess-Raum). 
  • Ich finde es unmöglich, dass mein Kollege mir einfach nur den Rückrufzettel hingelegt hat, ohne zu notieren, worum es überhaupt geht. (Team-Raum) 

Es ist offensichtlich, dass meine Handlungsoptionen jetzt davon abhängen, in welchem Raum sich meine Spannung befindet.  

Auch wenn wir uns vielleicht ein Leben ohne Spannungen wünschen, so ist uns klar, dass dieser Wunsch nie Wirklichkeit werden wird. Wenn wir Spannungen als Treibstoff für Veränderungen verstehen, dann lässt uns ein  konstruktiver Umgang mit ihnen proaktiv handeln und vermeidet, dass wir uns als Opfer der Umstände sehen. Letztlich wirkt sich ein gemeinsames Bearbeiten von Spannungen im Team und die hierfür notwendige Reflexion sehr positiv auf die gesamte Arbeitsatmosphäre aus.  

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