Shownotes

kausale Logik

Als Unternehmer entscheiden, planen und handeln wir regelmäßig nach einer klassisch linear-kausalen Logik. Wir wenden traditionelle Managementmethoden an, die allesamt auf Ursache-Wirkungszusammenhängen basieren. Wir legen ein Ziel fest und planen dann die Umsetzung.

Effectuation 

Immer wenn wir es mit einer ungewissen Zukunft zu tun haben, stoßen wir mit diesem Denkansatz an unsere Grenzen. Wenn wir nicht abschätzen können wie die Zukunft aussieht, dann macht es wenig Sinn, ein konkretes Ziel zu definieren.

In dieser Situation unterstützt uns Effectuation als eigenständige Logik des Entscheidens und Handelns. Effectuation ermöglicht es, eine Zukunft aktiv zu gestalten und Neues in die Welt zu bringen, wenn das Umfeld unsicher ist und exakte Vorhersage oder Planung nicht möglich ist.

Effectuation beruht auf einer Studie, in der die amerikanische Wissenschaftlerin Saras Sarasvathy erfolgreiche Unternehmensgründer beim Denken beobachtet hat. Sie hat herausgefunden, dass diese erfolgreichen Unternehmer bei ihren unternehmerischen Entscheidungen vier Prinzipien folgen.

4 Prinzipien

1. Mittelorientierung statt Zielorientierung

Statt Ziele festzulegen und diese effizient zu erreichen, fokussiert sich Effectuation auf die vorhandenen Mittel und fragt: 

  • Wer bin ich?
  • Was weiß ich?
  • Was kann ich?

Diese Mittel legen dann fest, was machbar ist.

2. Leistbarer Verlust statt erwarteter Ertrag

In einer ungewissen Zukunft lassen sich Erträge nicht vorhersagen. Daher macht es Sinn, nur das zu riskieren, was man zu verlieren bereit ist.

Statt sich bei Entscheidungen an prognostizierten Erträgen zu orientieren, ist bei Effectuation der leistbare Verlust ausschlaggebend. 

3. Partnerschaften statt Konkurrenz

Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit Partnern auf Augenhöhe, die bereit sind sich einzubringen und auch auf die Ziele Einfluss zu nehmen. Effectuation baut auf Kooperation mit einem vorhandenen Netzwerk statt auf aufwendige Auswahl von optimalen Partnern und Schutz vor Konkurrenz.

4. Umstände und Zufälle nutzen

In einer sicheren Umgebung mit einem klar formulierten Ziel macht es Sinn, Überraschungen auszuschließen. Effectuation sieht das Unvorhergesehene als Chance und weiß Zufälle zu nutzen.

Zusammenfassung

Effectuation ist kein Ersatz für linear-kausale Managementmethoden. Es macht Sinn die vorhersehbaren Aspekte der Zukunft zu planen und zu steuern. Wenn wir dagegen unternehmerische Entscheidungen bei hoher Unsicherheit treffen müssen, wenn wir kein konkretes Ziel und auch keine brilliante Idee haben, dann hilft Effectuation aus vagen Ideen neue Produkte, Dienstleistungen oder Problemlösungen zu entwickeln und dabei nicht mehr zu riskieren, als wir zu verlieren bereit sind.

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